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ALEX KATZ, 31. Mai 2009 – 31. Juli 2009

SELECTED WORKS

Galerie Klüser

 

Alex Katz ist einer der bedeutendsten gegenständlichen Maler unserer Zeit. Bereits in den 50er Jahren gehörte er zu den ersten Künstlern, die sich mit einem plakativ figurativen Stil von der gestischen Malerei des abstrakten Expressionismus distanzierten und so der Pop Art den Weg ebneten. Seine Bilder spiegelten ein neues amerikanisches Lebensgefühl.

Im Mittelpunkt des Œuvres von Alex Katz stand von Anfang an das Porträt, flächenhaft erscheinende Figuren auf einheitlichem Grund, scheinbar dekorativ oberflächliche Darstellungen. Doch ist jedes Bild bis ins Detail bewusst gestaltet. Die Bedeutung von Bildaufbau und Entstehungsprozess zeigt sich im Werk selbst. Die kleinen Bilder – oder Ölskizzen – verdeutlichen den Prozess der Annäherung an ein Motiv. Oft sind es nur Nuancen, die sich von Skizze zu Skizze verändern, eine Position, eine Geste, das Licht, die Farbe. Eindrucksvoll reflektieren diese Arbeiten welche Bereiche eines Motivs den Künstler besonders beschäftigten und interessierten. Das Ergebnis dieser aufwendigen Suche zeigt sich in den großformatigen Werken, die trotz ihres perfekten und detailliert festgelegten Aufbaus einen flüchtigen Augenblick festzuhalten scheinen. Katz sagte einmal in einem Interview: “Ich versuche einen Formalismus zu betreiben, der lebendig ist.”

Die Arbeiten sind zeitlos, kühl und distanziert. Katz legt den Schwerpunkt nicht auf eine konkrete Aussage, vielmehr beschäftigt ihn die Gestaltung der Oberfläche. Dies sei das Höchste, was ein Bild leisten kann, so der Künstler. Der schlichte Hintergrund geht auf seine Zeit als Theaterdesigner zurück. Nach eigener Aussage verlieh ihm die Arbeit am Theater einen klaren Blick für den Bildrhythmus und war äußerst entscheidend für die Kompositionen. Dies veranlasste ihn auch dazu Cutouts anzufertigen, ausgeschnittene Figuren, die den bemalten Pappfigürchen aus dem England des 18. Jahrhunderts ähneln.

Seinen allgemeinen Kunstbegriff präzisierte Katz in einem Interview mit seinem Sohn Vincent: „Ich habe eine feste Vorstellung davon, wie Kunst sein sollte. Im Grunde halte ich mich selbst für einen `Darsteller´. Meine Gemälde stehen in einer direkten Tradition, was die technische Ausführung angeht, aber im Grunde liegt meine Stärke in der Darstellung. Ich male Bilder, die die Leute nicht vergessen können – das ist der grundlegende Gedanke – meine Darstellungen können die Leute selbst erleben – oder haben sie bereits. Man sieht darin die Welt mit anderen Augen. Ein Dichter soll die Sprache seiner Zeit neu erfinden und ich glaube, ein Maler sollte etwas von seiner eigenen Zeit sichtbar machen…“

Alex Katz, der seit 1989 von der Galerie vertreten wird, wurde am 24. Juli 1927 in Queens, New York geboren, wo er noch heute lebt und arbeitet.

Seinem Werk wurden zahlreiche Einzelausstellungen gewidmet, darunter im Carnegie Museum of Art in Pittsburgh, im Whitney Museum of American Art in New York, im Brooklyn Museum of Art, in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden sowie in den Hamburger Deichtorhallen.

 


Ausgewählte Werke

Red Hat Tarajia (2013)
Box Flower #2 (2001)
Road (1998)
Roses #1 (1998)
Magnolia (2002)
Three Women on Pink (2007)